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Xxxxtreme Underclocking

Laufwerksauswahl und -dämmung

Festplatte

Aktuelle Festplatten sind inzwischen außerordentlich schnell. Es ist problemlos möglich, sehr leise Typen zu finden, welche trotzdem absolut akzeptable Datenraten besitzen.
Platten mit 7200 upm sind zwar inzwischen auch sehr leise, aber wenn man nicht unbedingt muß, sollte man sie auch nicht kaufen. Man kann nämlich davon ausgehen, daß diese in der Hitzeentwicklung extremer sind, als ihre langsameren Brüder. Dies ist gerade in einem gedämmten System ein Problem, da hier der Abtransport der Hitze aufgrund angepaßter Lüftersysteme nicht mehr so gut ist.
Wer sich dennoch nicht davon abhalten lassen will, der sollte seine Platte am Boden anbringen, in der Nähe des eingesaugten Luftstromes (s. Abb.)
Seit einer Weile gibt es dann auch Platten einiger Hersteller, welche mit Flüssigkeitslagern arbeiten. Sie erzeugen meist insgesamt weniger Reibungswärme, sind also kühler. Auch haben sie meist ein geringeres Laufgeräusch und weniger Laufunruhen.

Gummigefederte Festplattenaufhängung
Neuere Platten lassen sich auch per Acoustic Management in ihrer Lautstärke drosseln. Dies betrifft aber lediglich die Zugriffsgeräusche, nicht evtl. andere auftretende Vibrationen. Zudem hat es den Nachteil, daß die Zugriffszeit je nach Modell signifikant steigt. Das läßt sich vermeiden!
Wenn das System ohnehin mit Dämmaterial ausgestattet ist, ist ein Festplattenrahmen empfehlenswert, welcher eine Gummiaufhängung besitzt. Dieser federt selbst bei 7200er IBM Platte die auftretenden Zugriffsvibrationen so extrem ab, daß von außen meist nur bei gezieltem Zuhören überhaupt etwas zu vernehmen ist. Weiterhin wirkt ein solcher Rahmen Rotationsschwingungen der Platte entgegen, welche in ihrer niederfrequenten Form meist das ganze Gehäuse mitschwingen lassen (ich weiß, wovon ich rede...)
Diese Rahmen sind meist nur für 5400er Platten empfohlen, für 7200er werden diese Rahmen mit Lüfter angeboten. Aber diese kosten meist mehr und bringen zudem wieder einen Geräuschfaktor zusätzlich. Problem? Kein Problem! Ab mit der Platte auf den Boden, in den Luftstrom! Dies kann wahre Wunder bewirken!


Am Boden angebrachte Festplatte in Festplattenaufhängung; befestigt mit zwei Metallschellen

Was ganze Festplattengehäuse angeht, so kann ich von diesen guten Gewissens abraten. Die Gehäusedämmung schluckt praktisch sämtlichen Schall einer Platte, die Gummiaufhängung fast sämtliche Vibrationen.
Ein solches Gehäuse erhitzt die Platte meist nur unnötig, verringert so ihre Lebensdauer teils drastisch, und bringt doch keinen erwähnenswerten Vorteil. Ich habe solche Gehäuse nicht getestet. Aber: wo nichts weiter zu dämmen ist, ist ein solches Ding schlicht und einfach Unfug!

Notebookplatten?

Das ist kein Witz! Platten für Notebooks sind praktisch nicht zu hören! Dies hängt u.A. auch damit zusammen, daß die Platten im Gehäuse viel kleiner sind, und so nur schwächere, leisere Motoren nötig sind, und die Platten sowieso auf ein geringes Geräusch optimiert sind.
Jedoch erkauft man sich damit auch viele Nachteile: erstens benötigt man einen Adapter, weil bei diesen Drives die Stromversorgung mit im Datenkabel integriert ist, zweitens sind sie sauteuer, drittens bringen sie nicht unbedingt die Performance von Desktop-Festplatten, da sie sich etwas langsamer drehen (meist 4200 upm, nur selten 5400). Letzteres kann man allerdings durch einen Festplatten-RAID mit zwei Notebookplatten umgehen. Tom's Hardware hat dazu einen Artikel gebracht!

Falls übrigens das Gehäuse mitschwingt, was man bei einem geschlossenen Gehäuse und etwas stärkeren Druck auf die Seiten und den dabei entstehenden Geräuschunterschied feststellen kann, ist ein leichtes (!) Verbiegen der Gehäusewand um rund 5 mm zwischen Mitte und Seiten (unten) zu empfehlen. Dadurch wird das Gehäuse beim Zusammenbau leicht geklemmt und ist so steifer und weniger anfällig für Vibrationen.

CD/DVD-ROM

Von der Anschaffung eines simplen CD-ROM-Laufwerkes sei hier an dieser Stelle schon einmal dringendst abzuraten. DVDs sind meist nicht mehr wesentlich teurer, bergen aber vor allem den Vorteil, teils bedeutend leiser zu sein, abgesehen davon, daß man so seinen Rechner auch DVD-fähig macht.
Leider sind in diesem Segment allerdings nicht so viele Firmen tätig, wie im Umfeld von CD-Laufwerken. Noch schlimmer ist: es gibt wenige wirklich gute. Die Auswahl ist also eng begrenzt. Empfehlenswert sind insbesondere Laufwerke von Toshiba. Deren neueste Modelle zeichnen sich vor allem durch gute Fehlerkorrektur und vergleichsweise geringe Laufgeräusche aus. Pioneer ist etwas schneller im Audio-grabben, Sony bietet ebenfalls relativ gute Laufwerke an.

Bei den Brennern ist insbesondere Teac hervorzuheben. Diese Firma bietet sehr zuverlässige und zudem extrem leise Laufwerke an. Bereits ohne zusätzliche Maßnahmen ist bei diesen Laufwerken nur ein vergleichsweise leises Rauschen zu vernehmen.

Wem dies alles noch nicht reicht, oder wer gar eine Art Turbine in seinem Rechner beherbergt, die ihm aber, womöglich aus Kostengründen, ans Herz gewachsen ist, dem kann ebenfalls geholfen werden!
Wie? Das ist relativ einfach: Das Dämmaterial aus dem Hause A Conto ist auch bestens dafür geeignet, laute CD-ROMs zu entschärfen. Dazu muß allerdings das CD-ROM geöffnet werden. Ich möchte darauf hinweisen, daß dabei jeglicher Garantieanspruch erlischt!

DVD-ROM mit angebrachtem Material
Und so gehtís: Laufwerk aufbauen, und die Front abnehmen. Innen an der Front so viel wie nur möglich mit dem Material bekleben, dabei aber die weiterhin erwünschte korrekte Funktion des Laufwerkes im Auge behalten. Ebenfalls läßt sich meist ein kleiner Teil der Schublade bekleben. Am meisten Krach dringt meist durch die öffnungsschlitze vorn. Wenn es möglich ist, sollte man hier dem Schall den direkten Weg unterbinden.
Weiterhin sehr hilfreich: ca. 7 mm breite Streifen an die Platine der Front kleben. Dann versetzt aufs Gehäuse ebenfalls, sodaß ein direkter Durchgang des Schalls unterbunden wird.
Ich selbst habe gerade mein Toshiba DVD auf diese Weise noch ein ganzes Stück leiser bekommen. Mein Brenner von Teac ließ leider nicht so viele Möglichkeiten, dort ist die Wirkung etwas geringer.
Gehäuse - Innenseite


Links

Tom's Hardware - Notebooklaufwerk-RAID


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