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Xxxxtreme Underclocking

Gehäuse und Netzteil - verkannt?

Die grundlegenden Komponenten eines Systems stellen wohl zweifellos Gehäuse und Netzteil dar. Umso schlimmer, daß ihnen oft nicht die ihnen gebührende Aufmerksamkeit geschenkt wird. Billiggehäuse, so dünn wie Alu-Folie stellen keine Ausnahme dar, sondern sind eher die Regel. Wenn Sie ein solches Ding besitzen: weg damit!
Wenn nicht, oder wenn Sie kein speziell vorgedämmtes Gehäuse nutzen wollen, oder so leise Komponenten besitzen, daß sie keines brauchen (was durchaus im Bereich des Möglichen liegen kann), dann nutzen sie weiterhin das aktuelle!

Falls jedoch eine Dämmung vorgenommen werden soll, was meist zu empfehlen ist, muß beachtet werden, daß die dafür genutzten Matten mindestens 4 mm stark sind (ich gehe hier einmal davon aus, daß man sich nicht im Baumarkt einkaufte...).
So muß also zwischen Gehäusewand und Innenraum mindestens dieser Platz vorhanden sein, was aber bei besseren Gehäusen überhaupt kein Problem darstellt.

Woran erkennt man ein besseres Gehäuse? Am Preis ;). Das ist kein Scherz, auch wenn es im oberen Preissegment nicht immer zutrifft. Grundsätzlich ist folgendes zu beachten: Kanten im Gehäuse sollten abgerundet worden sein, idealerweise sitzt das Mainboard auf einem Schlitten, welcher nach hinten herausgezogen werden kann. Das erleichtert Mainboardeinbau und Arbeiten am offenen Gehäuse ungemein. Laufwerke müssen einschraubbar sein. Plug-in-Lösungen sind für diese Zwecke meist weniger geeignet, da sie insbesondere bei stärkeren Vibrationen, was bei CDs nicht selten ist, nicht den nötigen Halt gewährleisten, und so die Vibration gar noch durch Eigengeräusche verstärken.
Für meine Zwecke hat sich ein „Profi-Line"-Midi-Tower von Alternate sehr gut bewährt. Leider ist das mitgelieferte Netzteil etwas lauter, bzw. es wird überhaupt eines mitgeliefert - dumm also, wenn man sich sowieso eines extra kauft.

Dämmlösungen

Es gibt im Hauptsächlichen zwei verschiedene Möglichkeiten, sein Gehäuse zu dämmen. Von der Grundidee sind beide gleich: Vibrationen durch Gewicht entgegenwirken, hohe Frequenzen durch das Material absorbieren. Deswegen darf ich auch gleich von Korkmatten aus dem Baumarkt abraten: sie sind zu dünn, um hohe Frequenzen effizient zu dämmen, und VIEL zu leicht, um Vibrationen zu bremsen.

  1. Spezielle Gummi-Kork-Mischung, erhältlich z.B. bei A Conto:
    Dieses Material ist sehr gut für die Dämmung geeignet. Während das Gummi zusätzlich das Material schwerer macht, hält das Kork hohe Frequenzen ab
  2. Material-Mix aus Bitumen bzw. anderem schweren Material, und verschiedenen schaumstoffartigen Matten, erhältlich z.B. bei SilentMaxx: Sehr gute Dämmwirkung, wenngleich ich selbst diese leider noch nicht begutachten konnte. Das Material bewirkt durch seine Eigenschaften, ähnlich wie in einem Tonstudio, daß der Schall sich totläuft

Selbstgebaut vs. vorgefertigt

Hat man nicht gerade ständig sein CD-ROM auf voller Geschwindigkeit laufen, was in der Tat eher seltener der Fall ist (und wenn, dann sorgt das entsprechende Spiel über die Boxen gleich für die Übertönung), so ist einem Kauf von einem vorgedämmten Gehäuse nicht unbedingt zuzuraten. Mein eigenes System hat durch teils sogar doppelt angebrachtes, und überall akribisch verteiltes Dämmaterial eine bessere Dämmwirkung als ein vorgefertigter A Conto-Tower, soviel konnte ich feststellen. Zudem ist mein Gehäuse einfacher zu öffnen und zu handhaben, da hier bedeutend mehr auf diesen Komfort beachtet wurde. Wer sowieso wenig das System öffnet, und sich weniger Aufbauarbeit machen möchte, der sollte jedoch besser zu einem vorgefertigten Gehäuse greifen. Diese haben zudem ja meist vorn eine Klappe, welches den Krach der CD-ROMs schluckt. Aber nicht, daß diese nicht auch bei auch bei normalen Gehäusen erhältlich wäre...
Eine weitere Möglichkeit, der Gehäusedämmung, nämlich ein Anbau hinten am Rechner, wird noch später vorgestellt.

Installation

Wo nun hin mit den Matten, wenn man sie erst einmal hat? Die Lieferanten weichen da teils voneinander in ihren Beschreibungen ab. Das ist teils zwar auch in dem verwendeten Material zu begründen, jedoch kann man durchaus ein paar Grundregeln festlegen.

A Conto empfiehlt z.B. auch, die Matten am Gehäuseboden anzubringen. Von kleinen Lücken vorne und hinten wird nichts erwähnt. Dabei treten dann gerade höhere Frequenzen, z.B. die der Festplatte, bevorzugt hinten und vorne heraus.
Daher empfehle ich: seitwärts eine Schicht, vorne mindestens eine Schicht, hinten dort, wo es möglich ist. Wenn sich der Vorbau abnehmen läßt, kann man evtl. auch noch dazwischen dämmen. Vorne ist aber unbedingt darauf zu achten, nicht den Luftzug stark zu gefährden, welcher sich nämlich von dort aus quer diagonal durchs Gehäuse zum Netzteil hin fortsetzt. Die Folgen muß ich dann hier wohl auch nicht beschreiben.
Wenn dagegen seitlich oder hinten irgendwelche Luftschlitze vorhanden sind, so kann man diese relativ bedenkenlos mit dem Material überkleben, da diese eben nicht den Hauptluftkanal ausmachen.
Wenn dann noch etwas Material übrig bleibt, so kann man dieses dann für unten benutzen. Dort ist jedoch meist bereits massives Material vorhanden, und der Boden unter dem Gehäuse schluckt auch schon einen Großteil des Schalls, insbesondere, wenn es sich um Teppich handelt. Viel Hilfe dadurch sollte man sich deswegen nicht unbedingt ausmalen...

Zu dem Paket von SilentMaxx kann ich mangels eigener Erfahrung, wohl aber durch bisher gelesene Berichte sagen, daß der von der Firma vorgeschlagene Einsatz durchaus vernünftig ist. Jeder Stelle wird das entsprechend bestwirkende Material zugewiesen. Da das Material dort eher darauf ausgerichtet ist, den Schall möglichst zu brechen, ist sogar ein Ankleben des Schaumstoffs auf dem Boden sinnvoll.

Netzteile

In letzter Zeit wird auch häufiger bei Netzteilen darauf geachtet, daß sie nicht mehr soviel Lärm produzieren, und so existieren inzwischen schon so einige Modelle am Markt. Vorrangig möchte ich mich auf diese hier konzentrieren, und alle Umbauer ihres aktuellen Netzteils auf die Lüftersektion verweisen, sowie gleichzeitig davor warnen, daß ein Selbstumbau nicht immer ganz ohne Risiko ist.

Auch wenn viel gekräht wird, mehr als ein 300W-Netzteil wird meist nicht benötigt, oft reicht gar eines mit 250 W vollkommen aus. Lediglich sollte es eben von höherer Qualität sein, um stabile Spannungen liefern zu können. Man sollte daher nicht unbedingt zum billigsten Modell greifen...
Nur zum Vergleich: mein System besitzt ein Netzteil mit 300W. Daran hängen ein Athlon mit 1 Ghz, DVD-ROM, Brenner, Zip- und Floppydrive, Festplatte, USB-Scanner, welcher seinen Strom aus dem USB bezieht, sowie 6 (!) Steckkarten. Von Instabilität kann trotz dessen keine Rede sein. (An diesem Punkt möchte ich einmal betonen, daß nicht immer Windows an Abstürzen schuld ist, sondern oft auch mangelhafte Hardware)

Ley-Netzteile:
Sehr teuer, aber teils auch sehr leise sind die Netzteile von Ley. Sie sind handgefertigt, und die besonders leise Modellinie verzichtet auf den Lüfter außen, und setzt ihn stattdessen innen ein. Da so ein Großteil der Luftverwirbelungen des Lüfters nicht nach außen dringen, sind diese Netzteile wirklich SEHR leise. All dies hat aber auch seinen Preis. Ein 300W-Netzteil ist bei dieser Firma nicht unter € 249 zu finden.

Enermax-Netzteile:
Enermax hat seit einer Weile einen recht guten Ruf ob seiner Qualitativen und neuerdings auch leisen Netzteile. Inzwischen bieten sie nämlich auch Netzteile mit (von außen!) regelbaren Lüftern an. Hervorzuheben ist hier das Modell „EG365AX-VE" mit 350W.
Zu beziehen z.B. bei Mindfactory. Nicht speziell dieses Modell, aber dafür einige andere interessante Modelle sind auch bei SilentMaxx zu erhalten.

A Conto-Netzteile:
Nicht zu verachten sind auch die Netzteile von A Conto. Dies sind mit eigenen Papst-Lüftern bestückte Modelle der Firma PC-Winner. Je Modell sind verschiedene Lüftermodelle auswählbar. Das 350W-Gerät hat sogar eine Variante dabei, wo ebenfalls wie bei den Ley-Netzteilen ein Lüfter auf der Rechnerinnenseite werkelt, so der Luftstrom von außen nicht mehr so unangenehm auffällt.
Streng genommen kann man sich aber diese Modelle selbst zusammenbauen. Man nehme nur ein Netzteil seiner Wahl mit Lüftersteuerung, und baue sich einen Papst-Lüfter ein. Allein die Lüfterbeschleunigungskurve abhängig von der Temperatur kann variieren. Davon rate ich aber ab, wenn sich schon allein beim Gedanken des öffnens des Netzteils Angstzustände ausbreiten.


Links

A Conto - Gedämmte Netzteile und Gehäuse, Zubehör
Alternate - Netzteile und Gehäuse
Ley - Geräuscharme Netzteile
Mindfactory - Netzteile
Silentmaxx - Gedämmte Netzteile und Gehäuse, Zubehör


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